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ICOS 2008 Conference Abstract

Das choronymische Mikrosystem des Rumänischen. Eine historische Darstellung

Author(s):
E Munteanu
Universität Wien, Austria

Im Rahmen des durch die rumänische Regierung finanzierten Projekts EHR («Etno-horonimia românească» — «Rumänische Ethnochoronymie») habe ich aus Quellen verschiedener Epochen ein reiches Material gesammelt, dessen lexikographische Betrachtung es mir erlaubte, ein relativ klares Bild über die Dynamik der rumänischen Choronymie zu bekommen. Es handelt sich im Wesentlichen um die Tatsache, dass in der Geschichte der rumänischen Sprache für die Ländernamen zwei verschiedene Benennungsverfahren koexistierten. In der ersten Periode der rumänischen Schriftsprache (16.-18. Jhd.) dominierten neben den intern kreierten Formen wie Ţara Românească 'Wallachei', Crăia Leşească 'Polnisches Königreich', Împărăţia Grecească 'Griechisches Reich', Ţara Moscalului oder Moschicească 'Russland' die gelehrten Einflusse des Griechischen (Ispaníia, Italíia, Dachíia) bzw. des Altkirchenslawischen (Râm 'Rom'). Für die moderne rumänische Literatursprache (19. -20. Jhd.) ist das latein-romanische Muster entscheidend geworden: Spánia, Itália, Roma, Rúsia, usw. Die etymologischen und stylistischen Interferenzen zwischen den historischen Varietäten der rumänischen Choronymie werden ausführlich erforscht und systematisch dargestellt.

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