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ICOS 2008 Conference Abstract

'Fremdes Namengut': Nachbenennungen in neueren Toponymen. Nebraska und weitere Namen aus Übersee

Author(s):
T Fetzer
Universität Bern, Switzerland

Der Beitrag untersucht Nachbenennungen mit fremdsprachigen Namen als Teilbereich des Phänomens entlehnter Toponyme. Die Entlehnung von Toponymen aus fernen Ländern wurde in der Literatur zu europäischen Toponymen bisher mehr fest- als dargestellt. Der Hauptakzent des Beitrags liegt auf der neueren Nachbenennung mit Namen, die in Übersee geprägt wurden, dargestellt am Beispiel von Toponymen in der westlichen Deutschschweiz mit Belegmaterial des Berner und des Solothurner Namenbuchs. Besonderes Interesse gilt Namen aus Sprachen, die nie in direktem Kontakt mit der aufnehmenden Sprache standen, darunter solchen aus außereuropäischen Sprachen. Sie machen selbst unter den Toponymen, die gegen die allgemeine Richtung Richtung über den Atlantik entlehnt wurden, nur einen geringen Anteil aus. Der Beitrag schlägt für die Untersuchung der Faktoren und Motive, die bei der Entlehnung solcher Toponyme eine Rolle spielen, unterschiedliche Aspekte und Kategorien vor. Dazu gehören außersprachliche Ereignisse (Zeitgeschehen), der Einfluss von Namengebenden, die Unterscheidung von entlehnten Appellativen und Namen sowie Lehnübersetzungen, von Ablenkung, Anlehnung und Entlehnung, aber auch die Geschichte der entlehnten Namen in der Herkunftssprache (pluri- vs. monolinguale Namen; Namen, die von Europäern in Übersee geprägt wurden vs. Namen indigener Bewohner).

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