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ICOS 2008 Conference Abstract

Nomination als Phänomen am Schnittpunkt zwischen Onomastik und kritischer Diskursanalyse

Author(s):
J Kuhn
Wirtschaftsuniversitaet Wien, Austria

Eine Untersuchung der diskursiven Repräsentation und printmedialen Identitätskonstruktion am Beispiel der Nomination von Ernesto Guevara de la Serna anlässlich seines 40. Todestages am 9. Oktober 2007 in spanischen und kubanischen Printmedien Soziale Akteure in diskursiven Repräsentationen können mit deren Personennamen (Ernesto Guevara) angeführt werden oder die Referenz kann mittels Nomination erfolgen (el hombre admirado-recordado-respetado, el inolvidable Guerrillero, el legendario combatiente). Nomination ist eine spezielle Form von Referenz, bei der über Art und Weise der sprachlichen Bezugnahme auf Außersprachliches eine bestimmte Einstellung, Haltung bzw. bewertende Perspektive der Sprachverwender gegenüber der Person, auf die sie referieren, kundgegeben wird. (vgl. Reisigl 2003). Nominationen sind immer mit einer bestimmten Haltung bzw. Einstellung verbunden, die dem jeweils verwendeten Nominationsausdruck denotativ oder konnotativ eingeschrieben ist. (Kritisch-diskursanalytische Zugänge zur Nomination sozialer AkteurInnen (vgl. van Leeuwen 2006, Wodak / Reisigl 2001).
Am Beispiel der Nomination von Ernesto Guevara de la Serna in Zeitschriftenartikeln anlässlich seines 40. Todestages am 9. Oktober 2007 wird illustriert, welche verherrlichenden oder kritisch-destruktiven Perspektiven gegenüber Ernesto Guevara in spanischen und kubanischen Printmedien zum Ausdruck gebracht werden.

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